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WCM zunächst noch abwarten


07.10.2002
TradeCentre.de

Die Analysten von "TradeCentre.de" empfehlen vor einem Einstieg bei WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG (WKN 780100) noch abzuwarten.

Bei WCM brodele die Gerüchteküche: Erstens solle das Unternehmen feindlich übernommen werden, zweitens stehe angeblich der Anteil (50,8 Prozent) von WCM an der Bonner IVG zum Verkauf. Firmenchef Roland Flach habe auf Nachfrage mitgeteilt, dass aktuell die IVG nicht zur Veräußerung stehe. Für die IVG gebe es zwar die Option eines Verkaufs. Nach dem heutigen Stand sei Flach aber viel mehr daran interessiert, das Immobilienunternehmen enger an die WCM zu binden und im Bereich der Gewerbeimmobilien zusammen zu arbeiten. Bezüglich einer Übernahme der Norddeutschen sage Flach, dass es zwei Interessenten für den Anteil (über 40 Prozent) des finanziell angeschlagenen Großaktionärs Karl Ehlerding gebe.


Davon sei nach eigenen Angaben ein Investor an einem Anteil von unter 30 Prozent interessiert. Ein zweiter strebe sogar die Übernahme an. Wer jetzt auf eine schnelle Einigung hoffe, werde enttäuscht. Flach schätze, dass dieser Vorgang nicht in den nächsten Wochen abgeschlossen sein werde. „Das kann sich auf über 6 Monate hinziehen“.
Im Bann des allgemeinen schlechten Aktienmarktes laufe das operative Geschäft natürlich nicht einfach. Nach eigenen Angaben liege der Immobilienbereich im Plan. Das Beteiligungsgeschäft mache Flach jedoch keine Freude. Zu knabbern habe WCM vor allem an dem miesen Kursverlauf der Commerzbank. Wie zahlreiche andere Unternehmen, übrigens mit vielen Milliarden, habe sich das Unternehmen verschätzt. Flach sitze mittlerweile auf einem Anteil der Commerzbank von „circa 6 Prozent“.

„In den letzten Wochen haben wir unseren Anteil geringfügig aufgestockt“. Ein Großteil der Papiere sei zu Kursen von rund 20 Euro gekauft worden- aktueller Kurs 6,06 Euro. Die Wertpapiere seien beliehen und hätten in den letzten Wochen entsprechend angepasst werden müssen. Flach betone jedoch finanziell weiterhin keine Schwierigkeiten zu haben, den Verpflichtungen nachzukommen. Nach Stand Mitte August hätten WCM rund 350 Millionen Euro Cash zur Verfügung gestanden.

Ziele für das Gesamtjahr habe der CEO nach wie vor nicht konkretisieren wollen. „Dafür müsste ich wissen wie der Aktienmarkt in den letzten Monaten des Jahres verläuft“. Sonderabschreibungen auf Wertpapiere habe Flach jedenfalls nicht ausgeschlossen. Immerhin stehe beispielsweise das Commerzbank Paket zu Anschaffungskosten im Anlagevermögen. Zwar bestehe nach HGB kein unmittelbarer Abschreibungsbedarf, falls es sich um keine dauerhafte Wertminderung handele. Dies sei allerdings derzeit in Frage zu stellen. Inklusive des IVG-Anteils dürfte sich der Buchverlust auf circa eine halbe Milliarde Euro belaufen.

Die Spekulation auf eine Übernahme ist nach Einschätzung der Analysten von "TradeCentre.de" zwar reizvoll, sie raten, trotz einem geschätzten NAV von 7 Euro, dennoch die weitere Entwicklung bei WCM zunächst abzuwarten.




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